Leitender Oberarzt · Lausitzer Seenland Klinikum (Sana) Sprechstunde in Baku: Badam Medical Center

Dr. Rufat Asadbeyli Urologe · Androloge · Uroonkologe

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Harnleiter (Ureter)

Der Harnleiter ist ein dünner Schlauch, der die Niere mit der Harnblase verbindet. Da eine Abflussbehinderung an dieser Stelle die Nierenfunktion schon nach kurzer Zeit beeinträchtigt, muss sie umgehend abgeklärt werden. Diese Seite behandelt Harnleitersteine, Engstellen, die Erweiterung des Nierenbeckens (Hydronephrose) und die selten vorkommenden Tumoren: auf welche Anzeichen Sie achten sollten, wann Sie einen Urologen aufsuchen sollten und welche Grenzen die einzelnen Behandlungsverfahren haben.

Symptome

  • Starke Schmerzen seitlich im Rücken, unterhalb der Rippen
  • Übelkeit oder Erbrechen zusammen mit den Schmerzen
  • Blut im Urin — dunkler oder rot gefärbter Urin
  • Fieber (wenn zur Abflussbehinderung eine Infektion hinzukommt)
  • Häufiger Harndrang, aber nur geringe Urinmengen
  • Manchmal keinerlei Beschwerden — die Erweiterung des Nierenbeckens wird zufällig bei einer Ultraschalluntersuchung entdeckt

Wann sollten Sie einen Urologen aufsuchen?

  • Die Schmerzen seitlich im Rücken klingen nicht ab oder kehren wieder
  • Sie haben Blut im Urin bemerkt — auch ohne Schmerzen und auch wenn es nur ein einziges Mal aufgetreten ist
  • Im Ultraschall oder CT wurde eine Erweiterung des Nierenbeckens (Hydronephrose) oder ein Harnleiterstein festgestellt
  • Ein Stein geht trotz reichlicher Flüssigkeitszufuhr und medikamentöser Behandlung nicht ab
  • Bei einem Menschen mit nur einer Niere besteht der Verdacht auf einen Stein oder eine Abflussbehinderung
  • Bei einem Kind oder jungen Menschen wurde eine Erweiterung des Nierenbeckens festgestellt — eine angeborene Engstelle und ein Reflux müssen abgeklärt werden

Themen

Kleine Steine können unter konservativer Behandlung abgehen; nicht jeder Stein muss operiert werden. Bei Steinen, die trotz reichlicher Flüssigkeitszufuhr und medikamentöser Behandlung weder abgehen noch sich auflösen, kann ein endoskopischer Eingriff (Ureterorenoskopie) in Betracht gezogen werden.

Die wichtigsten Indikationen sind: ein Stein, der starke Schmerzen und eine Infektion verursacht; ein Stein, der unter Behandlung nicht abgehen kann; ein Stein, der eine Blutung verursacht; ein Stein, der zu einem Verlust der Nierenfunktion führen kann; ein Stein, der eine vollständige Abflussbehinderung verursacht; ein Stein in einer Einzelniere.

Da eine Abflussbehinderung im Harnleiter die Nierenfunktion schon nach kurzer Zeit beeinträchtigen kann, werden diese Indikationen hier besonders aufmerksam beachtet. Wie jeder chirurgische Eingriff birgt auch die endoskopische Operation Risiken; das Verfahren wird nach einer Untersuchung individuell gewählt.

Bei einem Stein in der Niere kommt es sehr auf seine Lage an. Sitzt er im Nierenbecken und führt zu einer Erweiterung, sollte operiert werden.

Sitzt er dagegen im unteren Nierenkelch, spricht man von einem stummen Stein. Löst er eine Infektion aus, wird die Infektion behandelt. Macht er keine Probleme, wird ein solcher stummer Stein meistens nicht angetastet.

Bei jungen Menschen besteht zudem die Möglichkeit, den Stein mit einer konservativen Behandlung aufzulösen; in diesem Fall wird zunächst diese Behandlung angewandt. Löst sich der Stein nicht auf, muss die Entscheidung für eine Operation getroffen werden. Auch hier wird individuell vorgegangen.

Das wichtigste Kriterium ist also die Lage des Steins und die Frage, ob er zu einer Erweiterung der Niere (Abflussbehinderung) führt. Da ein in den Harnleiter gelangter Stein genau eine solche Abflussbehinderung verursachen kann, gilt dieses Kriterium auch für Harnleitersteine. „Stummer Stein“ ist dabei eine vereinfachte Bezeichnung; die Entscheidung, nicht einzugreifen oder konservativ zu behandeln, wird erst nach einer Untersuchung und individuell getroffen.

Die RIRS ist eine schnittfreie, geschlossene Steinoperation mit einem biegsamen (flexiblen) Endoskop, das über die Harnwege eingeführt wird: Das Endoskop wird bis zum Stein vorgeschoben, der Stein wird zerkleinert und entfernt.

Angewendet wird dieses Verfahren bei Patienten mit Steinen sowohl in der Niere als auch im Harnleiter, bei Steinen in beiden Nieren sowie bei zahlreichen kleinen Nierensteinen.

Die Wahl des Verfahrens richtet sich nicht nach einem einzelnen Größengrenzwert, sondern wird individuell nach Größe, Anzahl, Lage und Dichte der Steine sowie nach der Anatomie der Harnwege getroffen. Bei großen Steinen reicht ein endoskopisches Verfahren unter Umständen nicht aus.

Schnittfrei bedeutet nicht schmerz- oder risikofrei: Wie jeder chirurgische Eingriff birgt auch diese Operation Risiken, und das Verfahren wird nach einer Untersuchung individuell gewählt (siehe: Risiken und Grenzen).

Der wichtigste begrenzende Faktor ist die Größe des Steins. Bei großen Steinen können verstreute Steinfragmente Probleme bereiten, und eine lange Operationsdauer erhöht beim Patienten das Risiko einer Infektion und einer Sepsis.

Da die Operation in Vollnarkose durchgeführt wird, kommt sie für Patienten, die nicht narkosefähig sind, nicht infrage. Bei einer Harnwegsinfektion muss zunächst die Infektion behandelt werden; der Eingriff erfolgt erst danach.

Ist das geschlossene Verfahren bei großen Steinen nicht möglich, wird eine perkutane Nephrolitholapaxie (über einen kleinen Hautschnitt) gewählt. Auch dieses Verfahren hat eigene Risiken; die Entscheidung wird nach einer Untersuchung individuell getroffen.

Angeborene oder erworbene Engstellen führen zu einer Erweiterung des Nierenbeckens (Hydronephrose). Mit einer laparoskopischen Rekonstruktion kann der Harnabfluss wiederhergestellt werden.

Wie jeder chirurgische Eingriff birgt auch diese Operation Risiken; das Verfahren wird nach einer Untersuchung individuell gewählt — abhängig von Lage und Ursache der Engstelle sowie von der Nierenfunktion.

Eine Hydronephrose ist eine Erweiterung des Nierenbeckenkelchsystems einer oder beider Nieren. Sie kommt in jedem Alter vor und kann angeboren oder erworben sein.

Mögliche Ursachen sind: eine Verengung an der Stelle, an der die Niere in den Harnleiter übergeht (eine Stenose oder die Kreuzung mit einem zusätzlichen Blutgefäß), eine Abflussbehinderung weiter unten (Stein, Tumor, Blutgerinnsel), eine Engstelle des Harnleiters sowie der Rückfluss von Urin aus der Harnblase (vesikoureteraler Reflux). Auch ein akuter oder chronischer Harnverhalt — etwa infolge einer Prostatavergrößerung — kann zu einer Hydronephrose führen.

Bleibt eine Abflussbehinderung längere Zeit bestehen, kann die Nierenfunktion erheblich abnehmen; deshalb sind eine frühe Diagnose und eine frühe Behandlung wichtig.

Man unterscheidet Erkrankungen, die der Niere vorgeschaltet sind (prärenal), Erkrankungen der Niere selbst (renal) und postrenale Erkrankungen. Sie alle zählen zu den Ursachen einer Niereninsuffizienz.

Die postrenale Form gilt als urologische Form: Besteht in den Wegen, die aus der Niere herausführen, ein Hindernis oder eine Erkrankung, zählt das zu den urologischen Ursachen.

Ein Beispiel: Ein Stein hat den Abfluss verschlossen, oder eine vergrößerte Prostata führt zu einer Überfüllung der Blase — beides kann eine Hydronephrose, also eine Erweiterung der Niere, verursachen. All das sind postrenale, urologische Ursachen.

Wird eine Abflussbehinderung rechtzeitig beseitigt, kann dies helfen, einer Niereninsuffizienz vorzubeugen. Das Ergebnis ist individuell verschieden.

Reflux bezeichnet den Rückfluss von Urin aus der Harnblase in den Harnleiter. Er zählt zu den Ursachen einer Hydronephrose.

Es hilft, mit gefüllter Harnblase zur Sprechstunde zu kommen: So lassen sich ein Reflux und Raumforderungen der Harnblase genauer diagnostizieren.

Es handelt sich um eine angeborene Besonderheit: Das Nierenbeckenkelchsystem ist in zwei Anteile geteilt, und aus ihm gehen zwei Harnleiter hervor. Bei der vollständigen Verdopplung münden beide Harnleiter getrennt in die Harnblase; bei der unvollständigen Verdopplung (Ureter fissus) vereinigen sie sich unterwegs und verlaufen als ein einziger Harnleiter weiter.

Häufig verursacht sie keinerlei Beschwerden und wird zufällig im Ultraschall entdeckt; ohne Beschwerden ist in der Regel keine Behandlung erforderlich.

Eine urologische Untersuchung (bei Kindern durch einen Kinderurologen) und ein individueller Behandlungsplan sind notwendig bei wiederkehrenden Harnwegsinfektionen, bei Rückfluss von Urin (Reflux), bei einer Erweiterung des Nierenbeckens (Hydronephrose), bei einer zystenartigen Aufweitung des Harnleiterendes an der Mündung in die Harnblase (Ureterozele) oder — bei Mädchen — bei anhaltendem Harnträufeln trotz sonst normalen Wasserlassens.

Erkrankungen der Niere selbst (zum Beispiel Glomerulonephritis oder Kollagenosen) und Zustände, die die Durchblutung der Niere stören (Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Verengung der Nierengefäße), gehören nicht in die Urologie, sondern in die Nephrologie. Der Urologe sucht nach einer obstruktiven (postrenalen) Ursache und schließt sie aus; wird keine solche Ursache gefunden, wird der Patient an einen Nephrologen überwiesen.

Tumoren des Harnleiters sind zwar selten, können sich aber durch Blut im Urin bemerkbar machen und erfordern dieselben Grundsätze der Verlaufskontrolle wie Tumoren der Harnblase. Das Behandlungsvorgehen wird nach einer Untersuchung individuell festgelegt — abhängig von Lage, Größe und Differenzierungsgrad des Tumors.

Blut im Urin ist grundsätzlich ein sehr beunruhigendes Symptom — und wenn es keine Schmerzen und keine Beschwerden verursacht, gilt es sogar als noch beunruhigender. In einem solchen Fall ist eine umfassende Abklärung nötig.

Dazu gehören eine Zystoskopie und eine Computertomographie, im Rahmen der Zystoskopie gegebenenfalls sogar eine retrograde Urographie, bei der Kontrastmittel eingebracht wird. So wird eine krankhafte Veränderung in den Harnwegen nachgewiesen oder ausgeschlossen. Eine umfassende Abklärung ist in einem solchen Fall unbedingt wichtig.

Sichtbares Blut im Urin muss immer abgeklärt werden — auch ohne Schmerzen und auch wenn es nur einmal aufgetreten ist. Selbst bei unauffälligem Ultraschall können eine Zystoskopie und eine Bildgebung der oberen Harnwege (CT-Urographie) erforderlich sein; allein mit Ultraschall und Urinuntersuchung lässt sich ein Tumor nicht ausschließen.

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Risiken und Grenzen

  • Die endoskopische (geschlossene) Steinoperation wird in Vollnarkose durchgeführt; für Patienten, die nicht narkosefähig sind, kommt sie nicht infrage.
  • Bei großen Steinen können verstreute Bruchstücke Probleme bereiten; eine lange Operationsdauer erhöht das Risiko einer Infektion und einer Sepsis.
  • Besteht eine aktive Harnwegsinfektion, wird zunächst die Infektion behandelt — der Eingriff erfolgt erst danach.
  • Bei großen Steinen reicht das geschlossene Verfahren unter Umständen nicht aus; eine perkutane Nephrolitholapaxie oder ein anderes Verfahren kann notwendig werden.
  • Kein Verfahren — auch nicht die laparoskopische Rekonstruktion — ist für jeden Patienten geeignet; die Wahl richtet sich individuell nach den Eigenschaften des Steins oder der Engstelle und nach dem Allgemeinzustand des Patienten.
  • Wird eine Abflussbehinderung längere Zeit nicht beseitigt, kann die Nierenfunktion erheblich abnehmen.

Notfälle — suchen Sie ohne Verzögerung ärztliche Hilfe auf

  • Schmerzen im Nierenbereich zusammen mit hohem Fieber — Verdacht auf eine Infektion bei gestauter Niere (Sepsisgefahr)
  • Die Urinausscheidung setzt vollständig aus, oder bei einem Menschen mit nur einer Niere geht die Urinmenge plötzlich stark zurück
  • Blutgerinnsel im Urin
  • Starke Schmerzen zusammen mit Erbrechen, das nicht aufhört

Vorbereitung auf die Sprechstunde

  • Für eine urologische Sprechstunde müssen Sie in der Regel nicht nüchtern erscheinen.
  • Kommen Sie bitte mit gefüllter oder zumindest halb gefüllter Harnblase — das hilft, Raumforderungen der Harnblase und einen Reflux zu erkennen und die Diagnose richtig zu stellen.
  • Bringen Sie frühere Untersuchungsbefunde (Ultraschall, CT, Laborwerte) und eine Liste der Behandlungen mit, die Sie erhalten.
  • Setzen Sie ein verordnetes Medikament nicht ab, ohne vorher mit Ihrem behandelnden Arzt Rücksprache zu halten.

Direkter Kontakt

Eine individuelle Diagnose und ein Behandlungsplan sind erst nach einer Untersuchung möglich. Termine vereinbaren Sie telefonisch oder per WhatsApp.

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